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Symptomtagebuch: Auslöser finden mit dem Arzt

Kurz gesagt: Ein Reaktionstagebuch hält fest, was Sie gegessen oder benutzt haben, wann welche Beschwerden auftraten und wie stark, und auch, was Sie gut vertragen haben. So kann Ihre Ärztin oder Ihr Allergologe gezielter testen. Streichen Sie nicht eigenmächtig viele Lebensmittel, verzichten Sie auf IgG-Bluttests zur Allergiediagnose und wählen Sie bei Anzeichen einer Anaphylaxie den Notruf.

Bauchschmerzen nach dem Mittagessen, Kribbeln im Mund nach dem Obstsalat, Ausschlag ohne erkennbaren Grund: Wenn der Verdacht besteht, dass ein Lebensmittel Beschwerden auslöst, ist ein Ernährungs- und Symptomtagebuch eines der hilfreichsten Werkzeuge. Es ersetzt keine Diagnose, macht den Arzttermin aber deutlich ergiebiger.

Wozu ein Tagebuch?

Das Gedächtnis ist ein schlechter Zeuge. Nach zwei Wochen weiß kaum jemand noch, was genau am Dienstag im Brötchen war. Ein Tagebuch hilft der Ärztin oder dem Arzt:

Allergologische Fachgesellschaften und Patientenorganisationen wie der DAAB empfehlen solche Protokolle als Teil der Abklärung.

Was hineingehört

SpalteBeispiel
Datum und Uhrzeit14.10., 12:30
Was genau gegessen und getrunkenVollkornbrötchen, Frischkäse, Apfel, Kaffee mit Hafermilch
Marke oder HerkunftBäckerei XY, Supermarktmarke
Menge1 Brötchen, 1 Apfel
Zubereitungroh, gekocht, gebacken
BeschwerdenKribbeln im Mund, Bauchkrämpfe
Beginn und Dauer10 Minuten nach dem Essen, 30 Minuten
Stärke1 bis 10
KofaktorenSport danach, Alkohol, Schmerzmittel, Infekt, Stress, Menstruation
Medikamente gegen die BeschwerdenAntihistaminikum genommen?

Tipp: Fotografieren Sie bei verpackten Lebensmitteln die Zutatenliste. So kann Ihre Ärztin später nachvollziehen, welche Zutaten wirklich enthalten waren, inklusive Spurenhinweis.

Allergie, Unverträglichkeit oder etwas anderes?

Das Tagebuch kann Muster zeigen, die bei der Unterscheidung helfen:

Die Einordnung übernimmt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin. Notieren Sie einfach so genau wie möglich, was Sie beobachten.

Was Sie vermeiden sollten

Zum Arzttermin mitbringen

Papier oder App?

Beides funktioniert. Wichtig ist, dass Sie Einträge zeitnah machen, nicht erst am Abend aus dem Gedächtnis. Ein Papierheft ist einfach und braucht keinen Akku. Eine App hat den Vorteil, dass Fotos von Etiketten direkt dabei sind und sich die Einträge leichter als Übersicht für den Arzttermin zusammenfassen lassen. Viele Patientenorganisationen, darunter der DAAB, bieten auch Vorlagen zum Ausdrucken an.

Beispiel für einen Eintrag

Samstag, 18:45 Uhr: Pizza vom Lieferdienst (Salami, Pilze), dazu Cola. 19:10 Uhr: Juckreiz an Händen und Hals, leichte Quaddeln am Arm, Stärke 4. Nach 45 Minuten abgeklungen. Kofaktoren: vorher eine Stunde Fahrradfahren, ein Glas Wein. Foto: Zutatenliste nicht verfügbar, Restaurant angerufen und nach Zutaten gefragt.

So ein Eintrag dauert zwei Minuten und enthält alles, was die Ärztin für die Einschätzung braucht.

Wenn es ernst wird

Bei Anzeichen einer schweren Reaktion (Atemnot, Schwellung von Zunge oder Rachen, Schwindel, Kreislaufprobleme) nicht abwarten: Wenn verordnet, Adrenalin-Autoinjektor einsetzen und den Notruf 112 (Schweiz 144) wählen. Notieren Sie die Reaktion erst danach.

So hilft IngrediLens

IngrediLens Premium enthält ein Reaktionstagebuch: Sie halten Datum, Beschwerden, Stärke und Notizen fest und können den Eintrag mit einem gescannten Produkt verknüpfen. Die erkannten Zutaten dieses Produkts werden im Eintrag gespeichert, sodass Sie später nachvollziehen können, was enthalten war. Aus Ihren Daten erstellen Sie eine Arztzusammenfassung als PDF für den nächsten Termin. Alles bleibt auf Ihrem Gerät, ein Konto ist nicht nötig. IngrediLens stellt keine Diagnosen, ist kein Medizinprodukt und kann etwas übersehen.

Etiketten mit IngrediLens prüfen

Halte die iPhone-Kamera auf die Zutatenliste und IngrediLens markiert deine gewählten Allergene und „Kann … enthalten“-Hinweise. Kostenlos starten, kein Konto, deine Daten bleiben auf dem Gerät.

Im App Store laden

Häufige Fragen

Wie lange sollte ich ein Ernährungstagebuch führen?

Häufig werden zwei bis vier Wochen empfohlen, bei seltenen Beschwerden auch länger. Am besten sprechen Sie die Dauer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Kann ich mit dem Tagebuch selbst eine Allergie diagnostizieren?

Nein. Das Tagebuch liefert Hinweise. Die Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt, meist mit Anamnese, Tests und gegebenenfalls einer kontrollierten Provokation.

Sollte ich verdächtige Lebensmittel einfach weglassen?

Nicht auf eigene Faust über längere Zeit, vor allem nicht bei Kindern. Unnötige Diäten können zu Nährstoffmangel führen. Besprechen Sie Auslassversuche mit Arzt oder Ernährungsfachkraft.

Was sind Kofaktoren?

Umstände, die eine Reaktion verstärken oder erst auslösen können, zum Beispiel Sport, Alkohol, bestimmte Schmerzmittel oder ein Infekt. Notieren Sie sie mit.

Quellen

  1. Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB)
  2. Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI)
  3. Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV), Anhang II
  4. aha! Allergiezentrum Schweiz

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Über den Autor

Geschrieben und gepflegt von IngrediLens. Jeder Ratgeber nennt seine offiziellen Quellen; er ist eine allgemeine Information, keine medizinische Beratung. IngrediLens auf einen Blick: wie es funktioniert und wer dahintersteht

Allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Lies immer das Etikett auf dem Produkt selbst und folge dem Rat deiner Ärztin oder deines Allergologen. Bei Anzeichen einer Anaphylaxie den Adrenalin-Autoinjektor verwenden, falls vorhanden, und den Notruf wählen.