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Lebensmittelallergie in Kita und Schule: der Leitfaden

Kurz gesagt: Geben Sie Kita oder Schule einen ärztlichen Anaphylaxie-Notfallplan, das Notfallset mit Adrenalin-Autoinjektor, falls verordnet, und eine klare Liste der Lebensmittel, die Ihr Kind meiden muss, mit ihren anderen Namen. Sprechen Sie vor dem Start mit Leitung, Küche und Betreuern, damit alle eine Anaphylaxie erkennen und handeln können. Prüfen Sie den Plan regelmäßig.

Wenn ein Kind mit Lebensmittelallergie in die Kita oder Schule kommt, geben Eltern ein Stück Kontrolle ab. Das ist normal und machbar, wenn alle Beteiligten wissen, worauf es ankommt. Gute Vorbereitung schützt das Kind und gibt auch Erzieherinnen, Lehrkräften und Küchenpersonal Sicherheit.

Das Gespräch vor dem Start

Vereinbaren Sie vor dem ersten Tag ein Gespräch mit der Leitung, den Bezugspersonen und, wenn möglich, mit der Küche. Klären Sie:

Der Anaphylaxie-Notfallplan

Bei einem Risiko für schwere Reaktionen gehört ein Anaphylaxie-Notfallplan in die Einrichtung. In Deutschland ist ein standardisierter Plan verbreitet, den Fachgesellschaften und die Arbeitsgemeinschaft Anaphylaxie Training und Edukation (AGATE) bereitstellen. Er wird von der Ärztin oder dem Arzt ausgefüllt und enthält:

Der Plan sollte gut sichtbar, aber datenschutzgerecht hinterlegt sein, etwa im Gruppenraum und beim Notfallset, und bei Ausflügen mitgenommen werden.

Das Notfallset

Für die Gabe von Medikamenten durch Personal verlangen Einrichtungen in der Regel eine schriftliche Vereinbarung mit den Eltern und eine ärztliche Bescheinigung. Fragen Sie nach, welche Formulare Ihre Kita oder Schule nutzt. Viele Allergologen und Patientenorganisationen bieten Anaphylaxie-Schulungen an, an denen auch Betreuungspersonen teilnehmen können.

Essen in der Einrichtung

Kita- und Schulküchen sowie Caterer sind Lebensmittelunternehmer und müssen nach Art. 44 LMIV über die 14 Hauptallergene informieren. Die DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen empfehlen, Sonderkostformen bei Allergien auf Basis eines ärztlichen Attests anzubieten.

Fragen Sie konkret:

Kleine Dinge, die viel ausmachen

Österreich und Schweiz

In Österreich und der Schweiz sind die Abläufe ähnlich: Ein ärztlich ausgefüllter Notfallplan, eine schriftliche Vereinbarung über die Medikamentengabe und eine Einweisung des Personals sind üblich. In der Schweiz bietet aha! Allergiezentrum Schweiz Informationen für Eltern und Schulen. Fragen Sie bei der Einrichtung oder dem schulärztlichen Dienst nach, welche Formulare dort verwendet werden.

Checkliste zum Ausdrucken

Wenn das Kind älter wird

Ab dem Grundschulalter können Kinder schrittweise Verantwortung übernehmen: ihr Notfallset kennen, Etiketten mitlesen, beim Essen nachfragen. Jugendliche tragen den Autoinjektor oft selbst. Üben Sie die Anwendung mit einem Trainingsgerät und besprechen Sie Situationen wie Klassenfahrten oder Partys vorher.

So hilft IngrediLens

Mit IngrediLens Premium erstellen Sie eine Allergiekarte für Schule und Betreuung als PDF, mit den Allergenen Ihres Kindes, die Sie ausdrucken oder weitergeben können. Ergänzend gibt es eine Arztzusammenfassung als PDF, Familienprofile und einen Kindermodus, mit dem ältere Kinder selbst Etiketten scannen können. Die Daten bleiben auf Ihrem Gerät. Die Karte ersetzt nicht den ärztlich ausgefüllten Anaphylaxie-Notfallplan, sondern ergänzt ihn. IngrediLens ist kein Medizinprodukt und kann etwas übersehen.

Kostenlose Allergiekarte fürs Restaurant (15 Sprachen)

Erstelle, drucke oder speichere eine Karte, die dem Restaurantpersonal im Ausland deine Lebensmittelallergien erklärt.

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Etiketten mit IngrediLens prüfen

Halte die iPhone-Kamera auf die Zutatenliste und IngrediLens markiert deine gewählten Allergene und „Kann … enthalten“-Hinweise. Kostenlos starten, kein Konto, deine Daten bleiben auf dem Gerät.

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Häufige Fragen

Was ist ein Anaphylaxie-Notfallplan?

Ein ärztlich ausgefülltes Formular, das beschreibt, welche Allergie das Kind hat, woran man eine Reaktion erkennt und was in welcher Reihenfolge zu tun ist, einschließlich der Anwendung des Adrenalin-Autoinjektors.

Dürfen Erzieherinnen und Lehrkräfte den Adrenalin-Autoinjektor verabreichen?

Im Notfall ist Hilfe Pflicht für alle. Für die Gabe in der Einrichtung braucht es in der Regel eine schriftliche Vereinbarung mit den Eltern und eine ärztliche Verordnung. Eine Einweisung des Personals ist sehr hilfreich.

Muss die Kita- oder Schulküche über Allergene informieren?

Ja. Auch Gemeinschaftsverpflegung fällt unter die Informationspflicht für die 14 Hauptallergene nach Art. 44 LMIV.

Wie oft sollte der Plan aktualisiert werden?

Mindestens zu Beginn jedes Kita- oder Schuljahres und immer, wenn sich Allergie, Medikamente oder Kontaktdaten ändern. Prüfen Sie auch das Verfallsdatum des Autoinjektors.

Quellen

  1. Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV), Art. 44
  2. Arbeitsgemeinschaft Anaphylaxie Training und Edukation (AGATE), Anaphylaxie-Notfallplan
  3. Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB)
  4. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Qualitätsstandards für Kita- und Schulverpflegung
  5. aha! Allergiezentrum Schweiz

Weitere Ratgeber

Über den Autor

Geschrieben und gepflegt von IngrediLens. Jeder Ratgeber nennt seine offiziellen Quellen; er ist eine allgemeine Information, keine medizinische Beratung. IngrediLens auf einen Blick: wie es funktioniert und wer dahintersteht

Allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Lies immer das Etikett auf dem Produkt selbst und folge dem Rat deiner Ärztin oder deines Allergologen. Bei Anzeichen einer Anaphylaxie den Adrenalin-Autoinjektor verwenden, falls vorhanden, und den Notruf wählen.